Allesschneider icaro7 von Ritter

Allesschneider icaro7 von Ritter

4.5/5

Es war einmal….
So fangen doch eigentlich alle guten Geschichten an, oder ?
Vielleicht sollten wir auch einmal so bei einem Produkttest beginnen denn ein klein wenig wurden wir in unsere Kindheit zurückversetzt als wir den Allesschneider von ritter testen durften.
Nein – nicht weil das Gerät so alt oder unmodern war.
Vielmehr erinnerten wir uns daran das unsere Eltern und Großeltern auch einen Allesschneider hatten womit alles mögliche geschnitten wurde.
Ob es nun der Sonntagsbraten, das frische selbstgebackene Brot, Wurst aus eigener Schlachterei oder ein frischer Käselaib war – wirklich alles wurde in Scheiben geschitten und serviert.

Obwohl von den ganzen Produktionsfirmen in servierfertigen Packungseinheiten hergestellt wird ist es dennoch Sinnvoll einen Allesschneider daheim zu haben.
Micha zum Beispiel ißt auf seinem Brot gerne den Käse etwas dicker. Auch diese “hauchdünnen” Wurstscheiben sind nicht das wahre denn wenn man durch die Wurt durchschauen kann geht auch einiges vom Geschmack verloren.
Aber gerade beim Brot merkt man den Unterschied sehr deutlich:
Nichts geht doch über den Duft von frisch aufgeschnittem Brot am frühen Morgen, oder ?

kleiner Ausflug in die Welt der Fa. Ritter

Franz Ritter gründete in München im Jahre 1905 das ritterwerk.
Anfangs produzierte die Firma Messerputzmaschinen denn damals gab es noch keinen rostfreien Stahl
und entsprechend mussten die Messer immer wieder vom oxidiertem Metall befreit werden.

Seine Putzmaschine wurde über 100000 mal verkauft bis im Jahre 1935 die Brotschneidemaschine das Licht der Welt erblickte.

Anfangs noch mit einer Handkurbel bis zum Elektroantrieb und zum gegenwärtigen Allesschneider in freitragender und schräg gestellter Konstruktion setzt die Firma immer wieder auf inovative Ideen und erfindet das Rad quasi immer wieder neu.
Dabei wird auch immer wieder sehr auf das Design geachtet und dadurch erscheinen die Geräte von Ritter im modern-stylischen Look.

Das mittelständische Unternehmen entwickelt, konstruiert und produziert ausschließlich in Deutschland.

Der icaro7 Allesschneider

Technische Daten:

  • 230 Volt, 65 Watt Eco-Motor, KB 5 min.
  • VDE/GS, Schutzklasse 2, CE
  • Maße: Breite 24 cm (geklappt 10 cm) Höhe 20,0 cm Tiefe 34 cm
  • Gewicht: 3,6 kg
  • Vollmetallausführung
  • Silbermetallic
  • Klappbarer Auflegetisch
  • Wellenschliffmesser, 17 cm Ø
  • Schnittstärkeeinstellung bis ca. 14 mm
  • Sicherheits-2-Finger-Einschaltsystem
  • Moment- und Dauerbetrieb
  • Teilbarer Schlitten zur platzsparenden Aufbewahrung auch am geklappten Gerät
  • Schlittenweg ca. 20 cm
  • Schneidgut-Auffangschale
  • Kabeldepot

Bevor man aber etwas schneiden kann muss man das Gerät natürlich erst Aufbauen.
Dieses ist wirklich kinderleicht denn nachdem man den ICARO aus der Styroporverpackung befreit hat, kann man ihn ganz einfach Aufklappen, den Schlitten zum Schutz der Finger aufsetzen und schon loslegen.

Hier ist uns ein klitzekleiner Mangel in unseren Augen ( welcher aber nicht gravierend ist ) aufgefallen.
Das Stromkabel ist nicht gerade sehr lang sodass man eventuelle eine Verlängerungsschnur benötigt um eine Stromversorgung herzustellen.
Andererseits ist dieses aber auch durchaus Verständlich – denn wenn jemand eine Steckdose an der richtige Stelle hat, der hätte dann ein Problem mit einem viel zu langem Kabel.




In der gebürsteten Edelstahl oder Aluminiumoptik sieht der Allesschneider wirklich sehr gut aus und macht auch von der Verarbeitung einen sehr hochwertigen Eindruck.

Das zwei Finger Sicherheits Einschaltsystem ist gut zu erreichen, das Stellrad für die Schneiddicke leicht zugänglich und gut bedienbar und die Skala für die Schnittdicke sehr gut lesbar.

Die Standfestigkeit ist wirklich gut.
Durch die Gumminoppen an der Unterseite wird auch ein verrutschen des icaro7 sehr gut verhindert und ein sicheres Arbeiten mit dem Gerät gewährleistet.

Der praktische Test

Einfach nur Brot zu schneiden für einen Test war uns dann doch etwas einfach und so haben wir uns entschieden dem Allesschneider etwas mehr abzuverlangen.
Da wir einen kleinen Grillabend geplant hatten wurden von uns die Lebensmittel zum schneiden ausgesucht welche mit einem normalem Messer immer eine kleine Herausforderung sind.
( Immerhin sind wir ja keine Profiköche )

Zum Test traten also Baguettebrot, Tomaten, Mozzarella und Zucchini an.



Die Scheiddicke hatten wir auf 1,5 cm eingestellt und legten gleich richtig los.
Der Allesschneider legte auch gleich richtig gut los und schnitt sich mühelos durch Brotstange.
Allerdings war das Brot sehr frisch und so “riß” am Ende immer eine kleine Ecke einer jeden Scheibe ab.

Aber das war noch immer besser als die “Kniften” die Micha immer mit dem Brotmesser absäbelt 🙂

Danach waren die Tomaten dran.
Wenn man nicht ein gutes Messer hat sind Tomatenscheiben immer eine große Herausforderung. Denn mit einem stumpfen Schneidgerät ist es meistens eine recht matschige Angelegenheit.

Aber der icaro schnitt das Fruchtgemüse wirklich sehr gut und akkurat in gleichmäßige Scheiben.

Auch bei den Zucchini zeigte der Allesschneider seine gute und gleichmäßige Schneidfähigkeit und wir bekamen schöne Streifen welche wir später auf den Grill legen wollten.
Hier haben wir aber unterschiedliche Vorlieben:
Während Anja die Scheiben lieber hauchdünn mag so genießt Micha die Zucchini lieber in dickeren Scheiben.

Durch das verstellbare Schneidmesser war dieses aber wirklich gar kein Problem und wir konnten uns die Scheiben so schneiden wie wir es am liebsten mögen.
Anjas Zucchini war so dünn das man wirklich fast durchschauen konnte.
Hier konnte uns der icaro echt überzeugen !

Nun machten wir uns an den Mozzarella Käse und hier hatten wir zum ersten Mal den Eindruck das der Allesschneider an seine Grenzen kommt und dies nicht weil der Käse zu hart war sondern eher das Gegenteil.

Es fing schon damit an, dass wir den Käse auf der Schiebevorrichtung nicht richtig fixieren konnten denn wenn wir den Restehalter andrückten zerdrückten wir natürlich automatisch auch die Käsekugeln.

Auch am Messer blieben immer mehr Stücke hängen und somit wurde das Schneiden immer mehr zu einer großen Schmiererei.
Nichtsdestotrotz haben wir es aber einigermaßen hinbekommen  auch wenn wir eigentlich
Tomaten-Mozarella- Scheiben von der Optik her anders gewohnt sind.

Das Ergebniss kann sich aber dennoch sehen lassen, oder ?

Reinigen des Gerätes

Zum Reinigen kann man das Gerät wirklich sehr einfach zerlegen.
Die Auffangschale und die Schiebevorrichtung sind ja eh nur unter- bzw. aufgelegt und somit muss man diese einfach nur wegnehmen um sie zu spülen.

Das Schneidmesser ist ebenfalls einfach zu entfernen indem man eine Art kleine “Klappe” im Mittelkreis des Messers aufklappt. Somit bekommt man einen Drehverschluß und mit einer viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn lässt sich das Messer einfach herausnehmen.
Hier sollte man aber darauf achten das man das Messer vielleicht nicht in die Spülmaschine stellt denn die Kunstoffzahnräder sind etwas eingefettet.
Leider haben wir keinerlei Informationen finden können wie man mit dem Fett umgeht und von daher können wir an dieser Stelle keine Aussage dazu tätigen.
Wir haben das Messer einfach mit einem feuchtem Spültuch gesäubert und dann wieder eingesetzt.

Ein kleines Problem beim Reinigen hatten wir allerdings mit dem Zwischenräumen der Klappvorrichtungen und mussten dort etwasmehr Geschick beim Säubern aufbringen um auch dort die letzten Lebensmittelreste herauszu bekommen.

Dies ist der Grund warum wir einen halben Stern in unserer Bewertung abgezogen haben.

Fazit

Der icaro7 Allesschneider ist unserer Meinung nach ein guter Küchenhelfer.
Mit ein wenig Erfahrung im Umgang und wenn man genau weiß welche Lebensmittel damit gut geschnitten werden können, ist die Küchenarbeit viel leichter und schneller möglich.

Der Preis von zur Zeit 219,98.- Euro direkt bei Ritter ist zwar auf den ersten Blick  recht happig, jedoch sollte man wirklich bedenken das es sich um ein Produkt “Made in Germany” handelt und nicht billige Chinaware ist welche schon nach kurzem Gebrauch auseinanderfällt.

Bei Amazon kostet das Gerät zur Zeit allerdings nur 179,99.- Euro.

Auch gibt es im Onlineshop von Ritter viele Ersatzteile – sogar die Motoren kann man dort kaufen. 

Dies ist bei vielen anderen Herstellern nicht der Fall denn dort muss man direkt ein neues Gerät kaufen.
Hier setzt Ritter auch ein Zeichen gegen die Resscourcenverschwendung in unserer Wegwerfgesellschaft was wir wirklich sehr gut finden.

Von unserer Seite her:
GANZ KLARE KAUFEMPFEHLUNG !

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